Liga 2026 – 2. Mannschaft / Oberliga Nord-Württemberg

27. Juli 2026/in AllgemeinNews/von Bea Wiedmann

Saisonbericht der zweiten Mannschaft – Zweite Mannschaft, zweiter Titel
Bild: 2. Mannschaft des BCS beim Meistertitel: Uwe, Bruno, Oliver, Marcus, Elsi, Calo, Simone, Maxim

Am ersten Spieltag in Heilbronn geht es in der ersten Begegnung gegen Welzheim 1. Hier erkämpften wir uns nach einem vorläufigen 0:1 Rückstand durch starke Legeleistung ein 1:1 nach den Tripletten und holten dann alle Doubletten.

Auch gegen Ludwigsburg 1 spielten wir 4:1 und stehen damit zunächst auf Platz 1 der Tabelle – so kann die Saison doch starten!


Am zweiten Spieltag in Bönnigheim bringt Neuzugang Maxim, der am ersten Spieltag noch an die dritte Mannschaft ausgeliehen war, mit seinem Spruch: „Allez kannst du“, neue Motivation für alle mit.
Gegen Ludwigsburg 2 holten wir damit ein 3:2…dann das Duell mit Titelaspirant Heilbronn, wir verlieren 3:2 und alle wussten: da war mehr drin!
Drittes Spiel gegen die Nachbarn aus Stuttgart-Münster brachte das fünfte 1:1 nach Tripletten und nach 2 souveränen Doublette-Siegen wurde es erneut ein Endstand von 3:2.
Wir stehen am Ende auf Platz 2 nach 5 Spielen – Noch immer ist alles drin!

    3. Spieltag in Welzheim
    Viel Hitze und noch mehr Anstrengung für alle Beteiligten. Toni aus Backnang brachte eine Camping Duschbrause für alle mit, auch der frisch zubereitete Eiskaffee kam sehr gut an.

    Heute verstärkt uns außerdem Simone aus der dritten Mannschaft, da unsere Damen nicht können, Danke!
    Gegen Bönnigheim richtig.!.!1:1 nach Tripletten in eher tiefem Geläuf. Wir kämpfen, es steht 2:2, Werner und Marcus holen phänomenal auf und holen das 3:2!!!
    Gegen Ellwangen gewinnen wir dann erstmals beide Tripletten, siegen in zwei von drei umkämpften Doubletten und liegen nach 7 Begegnungen wieder an der Spitze.
    Starke Tripletten, dranbleiben, Teamgeist und immer eine tolle Mischung aus Konstanz und individueller Klasse zeichnen uns bisher aus.
    Noch 4 Spiele verbleiben in der Saison, die unsere volle Konzentration fordern werden – Allez les Boules!

    Dann der finale Spieltag in Backnang – der dann doch gar nicht ganz so final war…

    Die Situation war nun verändert: Wegen Hitze war der Spieltag am 28.6 ausgefallen. So wurde nun der 5.Spieltag zum 4. Gegen Aalen gewannen wir sicher beide Tripletten und Maxim und Marcus sicherten uns den nächsten Sieg.

    Derweil hatte Backnang dreimal 5:0 nacheinander gewonnen und unser Duell spitzte sich als Entscheidung um den Titel zu. Es folgte unsere wohl schlechteste Saisonleistung, ein 1:4 wäre möglich gewesen, ein 0:5 wurde es. Nun war klar, bei nun 7:2 Siegen für beide und 2 ausstehenden Partien konnten wir es auf Grund der schlechteren Spielebilanz so nicht schaffen. Am Sonntag den 12.7 gab es dann die vorgezogene Partie Backnang : Welzheim, da Welzheim am Ersatzspieltag nicht konnte. Unter Boulefreunden wurde die Überraschung verbreitet, Backnang verliert 2:3. Vor dem finalen Spieltag also wieder alles drin!!!

    Letzter Spieltag (diesmal aber wirklich) in Aalen:

    2 Siege und wir sind Meister, egal was sonst so passiert, Vorfreude, Fokussierung und Druck begleiten uns!!

    Wir hatten Simone aus der dritten zur Unterstützung dabei und starteten mit einem erstmaligen 5:0 gegen Heilbronn 2 . Ein Wow-Moment, gut zur Einstimmung, doch ohne einen zweiten Sieg noch ohne Wert!
    Dann die letzte Partie gegen Hohenlohe, 1:1 nach Tripletten, Marcus und Uwe holen das 2:1, aber Hohenlohe gleicht aus…
    Im letzten Doublette steht es 6:6, dann 9:6, und schließlich 9:7, als Calo in der finalen Aufnahme mit der ersten Kugel alle Kugeln des Gegners zieht. Oliver schießt, das Schweinchen nutzt die Chance zum Flug – noch 4 auf der Hand..13:7.
    Und damit für uns auch der Gesamtsieg mit 3:2!!! – Oli und Calo damit nebenbei bemerkt auch insgesamt unbesiegt in der Liga!


    Der MEISTER OBERLIGA 2026 heißt BC Stuttgart 2 ,
    Punktlandung 🙂

    Funfact…: parallel verlieren noch die Backnanger ihr letztes Spiel gegen Ludwigsburg 1 ,
    Hätten wir verloren, wäre Ludwigsburg Meister – wie knapp ist das denn!!.
    Dank an alle für die starke und letztlich erfolgreiche Saison und Simone Weber-Wilhelm für das erfolgreiche Einsteigen!!

    Bericht: Uwe Schürmann

    Liga 2026 – 3. Mannschaft / Kreisliga

    27. Juli 2026/in AllgemeinNews/von Bea Wiedmann

    Es gibt sie wieder, die dritte Mannschaft des BCS – und sie legt direkt mal eine Hammer Startsaison hin!
    Bild: 3. Mannschaft des BCS in ihrer Stammbesetzung am 2. Spieltag: Andreas, Thiemo, Eckhardt, Jörg, Tanja, Simone

    Im Winter gab es noch ein großes hin und her: Haben wir genug Spielerinnen und Spieler? Lohnt sich das? Sollten wir uns nicht lieber auf unsere beiden bestehenden Mannschaften konzentrieren?

    Am Ende standen sechs unerschrockene Spieler:innen, die sich zu einer neuen, dritten Mannschaft formiert haben und das Experiment wagen wollten – mit dem Versprechen des Vereins natürlich, bei Personalengpässen auszuhelfen.

    Diese neue Konstellation will erst mal ausprobiert sein, so nahmen unsere sechs: Thiemo, Tanja, Andreas, Simone, Jörg und Eckhardt, an einem Vorbereitungsspiel gegen Ludwigsburg teil und hatten dabei Gelegenheit, verschiedene Teamvarianten auszutesten und sich dabei direkt noch mal ein wenig Selbstvertrauen abzuholen: Gegen die mehrere Ligen höher angesiedelten Ludwigsburger waren wir nämlich keinesfalls chancenlos, sondern konnten vielmehr direkt unsere Stärken zeigen.

    Simone als Organisatorin nahm sich direkt dem Thema Mannschaftsgruppe und Kommunikation an, den sportlichen Bereich mit der heiklen Frage der Aufstellung eines so frischen Teams widmete sich Jörg mit seiner jahrelangen Erfahrung im Ligabetrieb. Nach sorgfältigen Beobachtungen im Laufe des Winters machte dieser einen Aufstellungsvorschlag, der auf breite Zustimmung stieß – somit war auch gleich unser Mannschaftsführer gefunden.

    Der Auftakt war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg: Unsere bunte Truppe ergänzte sich in der gewählten Aufstellung in den Partien hervorragend, sowohl der Spaß am Spiel, als auch die Effektivität und Ausgeglichenheit in den Mannschaften waren großartig! Das Ergebnis kann sich auch sehen lassen: Ein klares 5:0, was dann in der Vereinsgaststätte des TC Ludwigsburg gemeinsam gefeiert wurde.

    Als der Spielplan der Saison dann stand wurde schnell klar: Die versprochenen Aushilfen des Vereins würden wir wohl auch dringend benötigen…

    1. Spieltag in Waiblingen

    Leider mussten Tanja und Eckhardt direkt terminbedingt passen, sodass wir direkt mit drei Aushilfsspielern in den ersten Spieltag starteten: Maxim aus der zweiten Mannschaft unterstützte uns den Tag über und Robin und Patrick teilten sich den Tag auf. Das Mannschaftsklima war dennoch ungebrochen gut und alle drei Unterstützer brachten nicht nur viel Motivation, sondern auch Spielqualität mit, sodass uns der Spaß auch durch die wirklich lange Pause von 4 (!) Stunden während dieses Spieltags nicht abhanden kam.

    Auch das Endergebnis dieses Spieltages kann sich durchaus sehen lassen: Ein klares 5:0 gegen Schorndorf sowie ein 3:2 gegen Waiblingen 4 im eigenen Wohnzimmer sorgten für einen auch sportlich gelungenen Saisonstart und sicherten uns direkt die Tabellenführung.

    2. Spieltag in Backnang

    In Backnang ging es zum zweiten Spieltag nun endlich gemeinsam mit dem gesamten Stammpersonal. Bei angenehmem Frühjahrswetter trafen wir auf der wirklich schönen Anlage direkt im ersten Spiel auf die Hausherren aus Backnang, die ihre Kullerplätze natürlich gut kannten und besuchten, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen. Davon ließen wir uns jedoch nicht beirren und entschieden auch diese Begegnung mit 4:1 klar für uns.

    Auch nach der zweiten Begegnung, hier hieß der Gegner Waiblingen 3, stand für uns ein 3:2 Sieg zu Buche, sodass wir wieder einen Grund hatten, in der Waldheimgastronomie ein bisschen zu feiern: Tabellenführung verteidigt!

    3. Spieltag in Schorndorf

    Mit frischen Zuwachs in der Mannschaft – Karim als neues Mitglied des BCS hatte sich in der Zwischenzeit der Mannschaft angeschlossen und machte diese noch einmal bunter und stärker – ging es nun auf den letzten Spieltag. Eine Ergänzung, die direkt nützlich wurde, da Andreas leider dieses Mal verhindert war.

    Dennoch kamen wir personaltechnisch in die Bredouille, da wir Simone wiederum an die zweite Mannschaft ausleihen mussten, da diese in der Oberliga eine Damenpflicht hat und diese nicht bedienen konnte. Ganz im Sinne der gegenseitigen Unterstützung haben wir das natürlich gerne gemacht – und im Gegenzug dann auch erneut Patrick ausgeliehen bekommen. Mit 30 Minuten früherem Start und regelmäßigen Zwangs-Trinkpausen sollte der unglaublichen Hitze begegnet werden, die für diesen Spieltag vorausgesagt war.

    Ein für uns durchaus wichtiger Spieltag, stand doch die Begegnung gegen Großdeinbach noch auf dem Plan, die einzige Mannschaft, die uns den Meistertitel noch streitig machen konnte. Als letzte Partie des Tages war also alles angerichtet für den großen Showdown, jedoch musste jeder erst noch seine Hausaufgaben machen: Wir gewannen unser Spiel gegen Ellwangen mit 3:2. Aber Großdeinbach patzte und so waren wir dank der Schützenhilfe von Backnang vorzeitig Meister!

    Die letzte Partie war somit bedeutungslos geworden und auch wegen der tatsächlich extremen Temperaturen war die Luft irgendwie raus, sodass wir das letzte Spiel knapp mit 2:3 verloren.

    Das tat der insgesamt euphorischen Meister-Stimmung jedoch keinen Abbruch, insbesondere, nachdem die zweite Mannschaft ihren ihrerseits erfolgreichen Spieltag mit uns gemeinsam im Biergarten ausklingen lies und auf dem Heimweg einen Umweg über Schorndorf fuhr.

    So haben wir also den ersten Meistertitel der Saison vorgelegt und hoffen auf Nachahmer!

    Ganz herzlichen Dank auch noch mal für die tatkräftige Unterstützung an Patrick, Maxim, Robin sowie an Uwe und den gesamten Vorstand – Allez les Boules!

    Bericht: Andreas Wilhelm

    Liga 2026 – 1. Mannschaft / BaWü Liga – 4. Spieltag

    27. Juli 2026/in AllgemeinNews/von Bea Wiedmann

    4. Spieltag BaWü Liga / 25.07.2026 – BCS 1 macht das Triple komplett!
    Am vergangenen Wochenende war crunch time für die erste Mannschaft: Der finale Ligaspieltag der BaWü-Liga stand an und mit Freiburg und den Allstars standen nicht nur zwei der stärksten Mannschaften der Liga, sondern auch zwei unmittelbare Verfolger in der Tabelle auf dem Spielplan – ein Spieltag, wie er spannender kaum sein kann.

    Mit großen Erwartungen sowohl aus den eigenen Reihen wie auch aus ganz Boule-Deutschland (danke an dieser Stelle vielleicht auch nochmal für die massive Anteilnahme an unserer Saison :) reiste die erste Mannschaft in Malsch an, um ihren Platz an der Spitze der Tabelle zu verteidigen und sich damit hoffentlich die Meisterschaft zu sichern.

    In der ersten Begegnung hieß der Gegner Lindenberg und durfte als Tabellenzweiter aus dem Vorjahr trotz einer bisher eher schwachen Saison keinesfalls unterschätzt werden. So gingen die Lindenberger auch direkt mit einer verstärkten Mannschaft an den Start und wollten noch einmal alles in die Waagschale werfen, um den drohenden Abstieg zu verhindern.

    Nichtsdestotrotz setzten sich unsere beiden Tripletten jeweils durch: Nina, Jo und Tim (später Levi) im Mixte sowie Felix, Lukas und Fabi im Triplette 1. Ein Zwischenstand von 2:0 nach den Tripletten bot so eine komfortable Ausgangssituation für die Doubletten, auch wenn wir selbst mit der ein oder anderen Leistung noch nicht so zufrieden waren – man muss ja auch noch Luft nach oben lassen…

    In den Doubletten konnte Lindenberg mit den eigens für diesen Spieltag mitgereisten Leistungsträgern aus der vergangenen Saison, Christian Faimann und Susanne Fleckenstein, das Mixte gegen Nina und Levi für sich entscheiden – die übrigen Partien gingen allerdings auch hier an uns (Jo und Lukas 13:2 sowie Felix und Fabi 13:10), sodass ein Endstand von 4:1 uns den ersten wichtigen Pflichtsieg des Tages einbrachte.

    Mittlerweile war es auch schon wieder gut heiß, sodass eine kurze Pause an der Wassernebel-Anlage eingelegt werden musste – an dieser Stelle ein Riesen Dankeschön an den Ausrichter Bf Malsch, die wirklich alles gegeben haben, um einen angenehmen Spieltag trotz der Hitze zu ermöglichen!

    Weiter ging es in den entscheidenden Krimi des Tages: Durch die gute Spieldifferenz aus der ersten Begegnung und die Ergebnisse von Freiburg und den Allstars aus dem ersten Spiel war klar: Ein Sieg gegen Freiburg bedeutet für uns die Meisterschaft – No Pressure…

    In den Tripletten zeigten die Freiburger ihre Stärke und konnten das Triplette 1 (Felix, Fabi, Levi) mit 13:5 für sich entscheiden. Aber wir hatten ja auch noch unser Mixte im Rennen, wo mit Lukas, Johannes und Bea eine altbewährte (und bisher ungeschlagene) Kombination auf dem Platz stand und sich auch in diesem Fall mit 13:5 durchsetzen konnte. 1:1 also nach den Tripletten – es zeichnete sich bereits der erwartete Krimi um die Meisterschaft ab.

    Die Doubletten ließen hier kein bisschen weniger Spannung erwarten – da kam unser frisch angeradelter Fanclub in Person von Robin genau richtig. Nachdem Felix und Tim sich hier gegen wirklich stark aufspielende Freiburger geschlagen geben mussten, lag der Druck nun auf Jo und Fabi bzw. Nina und Lukas, die die verbleibenden beiden Partien bestritten.

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer hart umkämpften Partie konnte der eingewechselte Levi gemeinsam mit Jo das zweite Doublette drehen und den Gesamtstand damit wieder ausgleichen: 2:2 also und nur noch das mixte offen.

    Absolute Nervenstärke war jetzt gefragt – sowohl auf dem Feld als auch bei den übrigen Teammitgliedern, die das Ganze kaum mitanschauen konnten. Bei einem Spielstand von 12:11 sieht es dann schon beinahe so aus, als wäre die Partie verloren, bis Lukas mit einem wichtigen Treffer die Sau ins Aus befördert und noch eine weitere Aufnahme rausholt. Das lassen die beiden sich dann auch nicht zweimal sagen und machen in der nächsten Aufnahme den Sack zu: 13:11 steht es am Ende und die Begegnung geht insgesamt mit 3:2 doch noch an uns.

    Da wird es dann einmal kurz emotional, denn schon jetzt ist klar: Mit einem Sieg und 6 Spielen Differenz Vorsprung auf den letzten verbliebenen Verfolger, die Allstars, sind wir uneinholbar an der Spitze und werden Meister in der BaWü-Liga. Darauf muss man erst mal klar kommen – wir tun das mit ausreichend Kaltgetränken und einer kurzen Besinnungsrunde im Schatten, denn so richtig glauben kann das irgendwie doch noch keiner von uns.

    Ungeachtet der Tabelle war natürlich trotzdem noch eine letzte Runde zu spielen. Die Allstars mussten sich unseren beiden völlig befreit aufspielenden Tripletten allerdings zu 4 und zu 2 geschlagen geben: 2:0 also nach den Tripletten – für uns gab es kein halten mehr.

    Im Doublette durfte dann auch endlich Superfan Béla noch mal ran – wegen eines Bänderrisses den übrigen Spieltag über leider an die Bank gefesselt, stand er nun gemeinsam mit Levi doch noch als Spieler auf dem Platz – zumindest für eine Aufnahme, dann hat Lukas übernommen, wir wollen den Fuß ja gern auch zukünftig noch einsatzbereit halten… Levi und Lukas müssen sich hier auch leider, trotz des frühen Wechsels, leider geschlagen geben. Dafür bringen Jo und Bea im Mixte (13:3) sowie Tim und Fabi (13:5) ihre Spiele jeweils sicher nach Hause und vergolden das Saisonergebnis mit diesem 4:1 Sieg gegen die Allstars noch weiter.

    Was bleibt einem nach so einer Saison zu sagen? Die Ergebnisse sprechen für sich: Mit einem Gewinnverhältnis von 10:1 und einer sensationellen Spielbilanz von 41:14 Spielen konnten wir uns für eine wirklich starke Saison belohnen und sind damit die dritte Mannschaft des BC Stuttgart, die in dieser Saison in ihrer Liga den Meistertitel holt – Was für ein Jahr!

    Jetzt heißt es alles geben in der Aufstiegsrunde Anfang November – die Daumen sind bitte alle gedrückt! Updates gibt es wie immer live bei Insta oder danach dann hier…

    Neben den Fotos vom letzten Spieltag, durch die ihr euch hier unten weiter durchklicken könnt, bleibt dann wohl mit einem der großen Denker unserer Zeit nur noch eins zu sagen:

    Niemals ohne mein Team!

    IMG_2349
    previous arrow
    next arrow

    Interview mit Nina zur Europameisterschaft

    Vom 18.06.-21.06. hat unsere Spielerin Nina Schell an der Europameisterschaft in Lorca (Spanien) teilgenommen. In den Disziplinen Damen Doublette sowie Tête á Tête feminin ist sie dabei für den Deutschen Pétanque Verband angetreten und konnte im Tête sogar eine Bronzemedaille mit nach Hause bringen – ein tolles Ergebnis nicht nur für sie persönlich, sondern auch für den deutschen Petanquesport, der damit mal wieder seine Konkurrenzfähigkeit auf internationaler Ebene unter Beweis stellen konnte.

    Seither sind ein paar Wochen vergangen und Nina hatte die Chance, das Erlebte einmal sacken zu lassen und sich so richtig zu freuen. Frisch erholt hat sie uns daher diese Woche ein paar Fragen zur EM und ihrer Erfahrung dort beantwortet.

    Interview vom 21.07.2026

    Hi Nina, mittlerweile bist du ja schon wieder ein bisschen zurück. Wie waren die ersten Tage nach der EM für dich?

    Nina: Die Tage danach waren irgendwie ein bisschen surreal und wie benebelt. Man realisiert einerseits gar nicht wirklich, was da grade passiert ist und dass es auch schon wieder vorbei ist, auch weil hier ja das ganz normale Leben weitergeht: Ich musste zum Beispiel direkt am Tag nach meiner Rückkehr auch wieder arbeiten gehen, da interessiert es nur sehr bedingt Leute, dass ich gerade eine Europameisterschaft gespielt habe. Andererseits kommen natürlich auch ganz viele Glückwünsche und Nachrichten von Menschen, die mitgefiebert haben und die einen da weiter in dieser EM-Bubble halten. Das ist schon ein wirklich komisches Gefühl und währenddessen auch irgendwie nur schwer zu fassen oder zu beschreiben.

    Wie blickst du mittlerweile auf die EM zurück? Bist du zufrieden mit deiner Leistung?

    Nina: Ich bin sehr zufrieden. Es war letztes Jahr schon mein Ziel, mindestens eine Bronzemedaille nach Hause zu holen.
    Deshalb bin ich insgesamt wirklich zufrieden mit meiner Leistung. An der ein oder anderen Stelle war ich mit meinem Schuss noch nicht ganz happy, dafür hat das Legen aber wirklich gut geklappt, obwohl das sonst manchmal nicht so mein Favorit ist.

    Wie sah deine Vorbereitung auf die EM konkret aus? Hast du anders trainiert als sonst oder dich irgendwie speziell vorbereitet?

    Nina: Wir haben fast 2 Monate vor der EM einen Trainingsplan von unserer Trainerin bekommen, der individuell an jede Spielerin angepasst war. Da waren verschiedene Lege- und Schussübungen, sowie kleine mentale Übungen dabei. Während des regulären Trainings, habe ich darauf geachtet, viele Têtes und Doubletten zu spielen und wenn möglich auch immer zu schießen. 

    Ungefähr zwei Wochen davor habe ich mir alte Livestreams von der Tête/Doublette/Doublette Mixte EM von vor zwei Jahren angeschaut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist, in einer großen Halle zu spielen. 

    Welches Spiel hat dir rückblickend am meisten Spaß gemacht und welches hat dich am meisten gefordert und warum?

    Nina: Das Spiel, was mir am meisten Spaß gemacht hat, war das 1. Vorrundenspiel im Doublette gegen Guernsey. Celine und ich hatten ein supernetten Gegner, gute Laune und einfach insgesamt viel Spaß. Das war wirklich ein super Start in das Turnier. 

    Am schwierigsten war für mich das 5. Vorrundenspiel im Doublette gegen die Schweiz. Wir hatten beide 8-9 Spiele jeweils in den Knochen und haben versucht, gegen stark aufspielende und sehr erfahrene Schweizerinnen mitzuhalten. Das war nicht nur für den Körper sehr anstrengend, sondern auch mental eine echte Herausforderung. 

    Du hast ja im vergangenen Jahr auch schon einmal bei der WM spielen dürfen. Inwiefern war die EM noch mal eine andere Erfahrung?

    Nina: Mal davon abgesehen, dass es dieses Mal eine verlässliche Organisation, eine Halle, tolle sanitären Anlagen und essbares Essen gab, war auch die Atmosphäre ein andere. Dieses Mal konnte man es wirklich genießen und sich auf das Spielen konzentrieren. 

    Ich konnte diese EM, nicht nur wegen des guten Ergebnisses, als positive Erfahrung abstempeln, sondern auch, weil ich in jedem Spiel viel dazugelernt habe. In Spielen, in denen ich letztes Mal noch vielleicht nervös war, war ich jetzt entspannt und konnte auch öfters das zeigen, was ich eigentlich kann.

    Wie unterscheidet sich eine EM (oder auch WM) von einem nationalen Turnier?

    Nina: Das ist tatsächlich wirklich ein riesen Unterschied!

    Nicht nur, dass du in einer anderen Umgebung bist, mit Menschen, die nicht deine Sprache können, sondern auch die Atmosphäre auf so einem Turnier ist eine ganz andere. Wenn man selbst nie sowas gespielt hat, ist es schwer zu begreifen, weil „es ist ja überall das Gleiche“ (oft genug gehört). Es ist es nicht das Gleiche.

    Man steht da auf einem Feld mit Welt- und Europameistern, mit Leuten, die alle die Besten ihres Landes sind. Die alle so viel dafür getan haben, hier zu sein und sich zu zeigen. Die teilweise das ganze selbst finanziert und organisiert haben. 

    Man spürt die leichte durchgehende Anspannung in der Halle. Jeder weiß, wie wichtig das ist, nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Land. Aber diese durchgehende Anspannung ist auch das, was dieses Turnier so entspannend macht. Allgemein hat man auf einer EM/WM einen anderen Druck. Den Druck, den man sich selbst macht und den Druck, den das Land einem mitgibt. Man weiß, dass man das ernster als jedes Turnier in Deutschland nehmen muss. Man vertritt nicht nur sich selbst, sondern ein Land, einen Verband und eine große Gruppe an Menschen, die einen unterstützen und vertrauen. 

    Man lernt neue Leute kennen und bildet Freundschaften. Es werden gemeinsame Erinnerungen mit Menschen, die so weit weg wohnen, geschaffen. Man unterhält, lacht und spielt mit Menschen, die die gleiche Liebe zu einem Sport haben. 

    Ist es leichter oder schwerer, wenn man gegen die Gegnerin zuvor schon einmal gespielt hat?

    Nina: Normalerweise mag ich es gerne, gegen neue Gegner zu spielen. Im Achtelfinale beim Tête gegen Italien war es für mich aber zum Beispiel ein großer Vorteil, dass ich die Italienerin in der Vorrunde bereits in einem Spiel hatte, weil ich bereits wusste, auf welche Distanz und mit welchem Schnitt sie gerne spielt. So konnte ich mein Spiel anpassen und hatte bereits eine Strategie gegen sie. Das hat mir auch mental eine gewisse Sicherheit gegeben.

    Ab wann fängt es dann an, auch körperlich anstrengend zu werden? 

    Nina: Für mich waren es immer 5 Spiele pro Tag (in der Vorrunde) und gerade gegen Abend wurde es wirklich sehr anstrengend. Ein Moment, an den ich mich gut erinnern kann, war der Freitag. Da wurde der Zeitplan einfach geändert, sodass ich drei Spiele hintereinander hatte. Danach lag ich außerhalb der Halle erstmal eine Weile im Schatten auf dem Boden und konnte mit nicht mehr bewegen. Das ist ja dann auch immer eine Kombination aus mental und körperlich anstrengend. Sich stundenlang zu konzentrieren und immer wieder in den Fokus zu kommen bzw. im Fokus zu bleiben ist einfach eine Herausforderung.

    Wie bereitest du dich mental auf ein schwieriges Spiel vor?

    Nina: Ich versuche, nichts an meiner Routine zu ändern und vorab das gleiche zu tun, wie sonst auch. 

    Eine Kleinigkeit, die ich mir selbst antrainiert habe, ist ein kleiner „Reset“ vor oder während dem Spiel, wenn es mal nicht gut laufen sollte: 

    Ich habe die Monate vor der EM genutzt, in jedem Spiel, bei dem ich gut drauf war und mich wohlgefühlt habe (auch mit meinen Partnern) Daumen und Zeigefinger meiner linken Hand zusammenzudrücken. So hat mein Körper diese Bewegung gespeichert und mit etwas Angenehmem und Schönem verbunden. Wenn ich diese Bewegung also im Spiel mache, entspannen sich direkt meine Schultern, mein Puls geht runter und ich kann wieder freier atmen. 

    Wie gehst du mit einer Niederlange im Turnier um? 

    Nina: Eigentlich geh ich ganz gut mit Niederlagen um, bzw. kann sie relativ schnell abhaken. „Nur weil man ein Spiel verliert, geht die Welt nicht unter“ und „Es ist nur Boule“ sind so meine Standard-Gedanken. Natürlich ärgere ich mich manchmal auch über mich selbst oder bin kurz schlecht drauf, aber auch das ist eine Frage der Erfahrung und Routine, sich davon nicht zu sehr irritieren zu lassen und sich direkt wieder auf das nächste Spiel fokussieren zu können.

    Hast du Rituale oder Routinen vor dem Spiel?

    Nina: Ich habe immer meine EM-Playlist gehört und an meine Mannschaft und Familie daheim gedacht und was die jetzt wohl machen. 

    Im Spiel selbst, gerade beim Tête, habe ich immer eins der Lieder aus der Playlist im Ohr gehabt oder teilweise auch leise gesummt. 

    Bestimmte Dinge hat Lara vor dem Spiel gemacht und ich andere. Es war uns beiden wichtig, die Abläufe nicht zu verändern und alles zu lassen wie es war und wie es funktioniert hatte. 

    Was muss denn drauf, auf die Fokus-Playlist?

    Nina: Ich hatte mir vor der EM eine Playlist gemacht mit Liedern, die mich in eine selbstbewusste Stimmung gebracht haben. Die Lieder sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber mir haben sie immer geholfen runterzukommen und eine gewisse innere Sicherheit zu haben. 

    1. Haftbefehl – Chabos wissen wer der Babo ist
    2. Junge Arbeiter – Stuttgart 
    3. Rosc – Sternzeichen Arrogant 

    Hattest du Glücksbringer /Talismane dabei? 

    Nina: Ich habe vor der EM ein kleine Glücksbringer-Gurke von einer Mega guten Freundin und Mannschaftskameradin bekommen . Zudem habe ich bei internationalen Turnieren immer ein Foto von meiner Mannschaft und drei Fotos von Freunden in meiner Handyhülle oder in der Tasche. 

    Gegen wen würdest du gerne mal eine Runde zocken?

    Nina: Ich habe nicht wirklich jemanden, gegen den ich gerne mal zocken möchte. Es gibt viele gegen die ich gerne ein Tête spiele, wie zum Beispiel Bea und Johannes aus meiner Mannschaft oder Sascha Koch (Herrenbundestrainer). 

    Wie sieht dein Tag während des Turniers aus? Wie erholst du dich abends und bereitest dich auf den nächsten Tag vor? 

    Nina: Am Morgen brauch ich immer erst 5 Minuten, um mich an die Begebenheiten vor Ort anzupassen. Dann spiel ich mich meist alleine ein, mit Musik auf den Ohren. Danach setz ich mich irgendwohin und ruhe mich kurz aus, um nach 10min wieder ein paar Kugeln zu werfen. Zwischen den Spielen auf der EM habe ich mich entweder in eine Ecke mit Kopfhörern gesetzt oder dem Mixte zugeschaut. Wichtig dabei war es, immer aus den Schuhen rauszukommen und die Füße zu entspannen. Ein bisschen gesnackt (Riegel & Bananen) wurde zwischen den Spielen auch. 

    Nach den Spielen abends passiert meist nicht mehr viel. Nach einer Dusche wird kurz auf Instagram bisschen gescrollt oder mit meinen Freunden und Mannschaftskollegen geschrieben. 

    Ganz wichtig ist es, genügend zu schlafen, um am nächsten Tag ausgeruht wieder auf dem Platz zu stehen.

    Jetzt dann erst mal Boule-Pause oder was steht als nächstes auf dem Programm?

    Nina: Haha ne, an eine Pause ist grade nicht zu denken: Wir sind ja noch mitten in der Liga-Saison, da steht jetzt noch ein wichtiger letzter Spieltag an. Auch die meisten Deutschen Meisterschaften bzw. Qualis kommen ja noch, die werde ich auch voraussichtlich alle spielen, und im Herbst haben wir in Stuttgart noch unser großes Schlossplatzturnier, das ist auch einfach immer ein toller Abschluss der Sommersaison…

    Danke für deine Antworten!

    Wer jetzt noch ein paar Eindrücke von der EM haben möchte, darf sich hier einmal durch den Slider klicken (oder für Live-Berichterstattung dem BCS bei Insta folgen).

    WhatsApp Image 2026-07-22 at 15.54.44
    previous arrow
    next arrow